Boris Kosak, Komponist für klassische Musik

„Eines Tages wird er so berühmt sein wie Schumann und Brahms“
~ (Claudio Abbado)

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Boris Kosaks Weg zur klassischen Musik wurde vor allem von seiner Mutter begünstigt, einer Sängerin, die dem Wunsch des sechsjährigen Kindes nachkam und ihm zum Geburtstag ein Klavier schenkte – ein Ereignis, das für seine berufliche Zukunft entscheidend sein sollte. Die ersten Kompositionsexperimente erfolgten im Alter von 13 Jahren.Schon bald begann er, seine Stücke öffentlich aufzuführen und sein erstauntes Publikum mit den epischen monumentalen Werken, unter denen auch 12 Klaviersonaten waren, zu begeistern.

Von seinem Vater erbte Boris Kosak ein starkes Interesse an Mathematik, die ihn ununterbrochen von den ersten Schuljahren an begleitete und ihm sogar mehrere Preise bei überregionalen Mathematik- und Physik-Olympiaden einbrachte. Im Alter von 15 Jahren musste er sich zwischen Mathematik und Musik entscheiden und da fielen die Würfel für die Musik.

Boris Kosak studierte bei Valentin Bibik am Kharkower Institut der Künste und nach seinen zwei Diplomen mit Auszeichnung in Komposition und Musikwissenschaft zog er nach Köln, wo er an der Musikhochschule elektronische Komposition bei Ulrich Humpert und Komposition bei York Höller studierte. Gleichzeitig studierte er Englische und Französische Philologie an der hiesigen Universität.

In Köln, einer Hochburg der Neuen Musik, angekommen, begriff Boris Kosak schnell, dass ihm die zu jener Zeit dominierende starre und strenge Atonalität fremd war. Er musste seinen Weg fern von den Mainstream-Tendenzen der Avantgarde suchen, um Innovation und Kreativität wieder möglich zu machen. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Stilen, Epochen, Genres und Kunstformen. All diese verschiedenen Einflüsse führten schließlich zu einem neuen, ganz persönlichen Stil, der Tradition und Moderne, Anspruchsvolles mit Unterhaltsamem in ein ausgewogenen Verhältnis zueinander bringt. Der Kölner Karneval war es schließlich, der ihm einen der stärksten inspirierenden Impulse gab. Nicht zufällig waren die ersten Kompositionen im neuen Stil das Klavierkonzert „Il carnevale di Colonia“, das Violinkonzert „Concerto in stile coloniale“ und das Konzert für Orchester „Tusch“.

Schon während der Studienzeit zeigte Boris Kosak ein besonderes Interesse an der Musik der Barockepoche, deren Einfluss in vielen seiner Kompositionen zu hören ist – sowohl stilistisch als auch in der Auswahl der Gattungen, insbesondere der des Konzertes und des Concerto grosso, der Tafelmusik und der Tanzsuite. Boris Kosak modernisierte sie und schrieb eine Reihe einminütiger Stücke wie 25 „Amuse-Bouches“ für Klavier, 25 „Petit-fours“ für Violine und Klavier, 14 „Dim Sum“ für Klavier, 36 „Momenti Intimi“ für Violoncello und Klavier und 25 „Bagatelles essentielles“ für Viola und Klavier. Alle diese Stücke haben programmatische Titel und meist auch synästhetische Verbindungen. Eine besondere Vorliebe für die barocke Tafelmusik inspirierte mehrere Kompositionen, die kulinarische Themen mit der Musik kombinierten, und es entstand eine weitere Reihe von Kompositionen wie „Eine kleine Naschmusik“ für Violine und Streichensemble, das Concerto grosso „King Arthur’s Table Music“, “ Straccia-cello“ für Violoncello und „Suite royale“ für Klavier. Einige der Kritiker begannen sogar, seine Musik als neobarock zu bezeichnen.

In den letzten Jahren schrieb Boris Kosak erneut mehrere Orchesterwerke, die den modernen Symphonismus auf einer integrativen Basis neu definieren, indem der Komponist auf die ganze Palette ausdrucksvoller Mittel des modernen Komponisten zugreift: die symphonische Dichtung „Black Forest“, das Cellokonzert „BarCellona concerto“, das Konzert für Blasorchester

„Windworks“, die monumentalen „Mozartvariationen“ für Orchester und das zweite Klavierkonzert „Capriccio concertante“. Auch der Liedzyklus „Der Lebenszyklus“ über die Erfahrungen, die man jeweils zum ersten Mal im Leben macht (der erste Atemzug, der erste Schritt, das erste Wort, der erste Kuss usw.), entstand in dieser Zeit. Nicht vergessen wollen wir auch Mussorgski / Kosak „Bilder einer Ausstellung. Ein Repost „. Dieses höchst experimentelle Concerto grosso, das die Tradition des pasticcio (besonders beliebt beim jungen Mozart) aufgreift und die ursprüngliche Musik von Mussorgski durch neue Solisten- und Orchesterparts und zusätzlich vollständig neu geschriebene Episoden ergänzt.

Diese Werke bezeugen einen reifen Meister des Orchesters und wurden in Konzerthallen auf der ganzen Welt gefeiert: in Deutschland, Frankreich, Holland, Russland, Italien, Spanien, Polen, Rumänien, Bulgarien, USA, Brasilien, Australien, China und Südkorea. Für seinen originellen kreativen Stil und die höchste Qualität der Werke gilt Boris Kosak als einer der innovativsten zeitgenössischen musikalischen Talente, die mit ihren spannenden und melodischen Partituren einige tiefe Spuren hinterlassen. Die leidenschaftliche Begeisterung seines Publikums schlägt sich regelmäßig in ausgiebigem Beifall nieder.

Boris Kosak gewann mehrere renommierte Auszeichnungen, darunter den Modern Composer’s Award in Taiwan 2011, den Russian Radio Prize 2013, den Ljubljana Award 2014 und The Best Modern Composition in Hongkong 2015.

Mehrere CD-Aufnahmen mit Musik von Boris Kosak wurden in Deutschland und den Niederlanden veröffentlicht. Im Frühjahr 2017 erscheint eine neue CD mit seiner Klaviermusik, von der Starpianistin Andreea Stoica eingespielt.

2016 ist Boris Kosak nach Hamburg gezogen, wo er an mehreren neuen Orchesterpartituren unter anderem für die Hamburger Oper – arbeitet.

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„Seine Musik ist warm, witzig und originell.“ – Crescendo

„Boris Kosak nimmt einen Platz zwischen der Avantgarde und der klassischen Musik ein, eine Musik will gehört, gesehen, geschmeckt und gerochen werden, so viel zur Kühnheit seiner Ideen.“ – Fono forum

„Seine Wurzeln und Erfahrungen aus dem Osten, Westen, Norden und Süden werden durch seine Orchestrierung auf geheimnisvolle, düstere und experimentelle Weise ausgedrückt. Kosak taucht gerne in das Unbekannte ein, um etwas herauszureißen, worüber wir mit Sicherheit sagen können, dass es seinen Stempel trägt. “ – Concerto

„Den Liebhabern von schwer zu kategorisierenden Künstlern müssen jetzt die Ohren erklingen.“ – Gramophone

„Das anspruchsvollste Stück in der Zusammenstellung ist Boris Kosaks Werk TUSCH, der bei der Erstaufführung bei der Anleitung geholfen hat. Das Feuer und die Leidenschaft der äußeren Sätze werden wunderbar durch einen fast betenden mittleren Satz ausgeglichen, der durch eine unerwartete Orchestrierung gekennzeichnet ist, die sowohl technisch clever als auch im besten poetischen Sinne ambivalent ist. “ – Orchester

„Das ist tonale Musik, reich an Erfindungen und Melodien, emotional direkt und schön … erfahrene, subtile und weise Handwerkskunst, die musikalisch überzeugende Ergebnisse liefert … Kosak hat einen gut entwickelten programmatischen Sinn, der stets das musikalische mot juste findet, um seine Porträts zu zeichnen.“ – Fanfare

„Kosaks eigene sechs-sätzige SUITE ROYALE signalisiert eine geniale und packende Kompositionsstimme … SUITE ROYALE ist eine feine Ergänzung des klassischen Klavierrepertoires.“ – Piano review

„BLACK FOREST für Orchester verblüffte mich als ein üppiges Klanggedicht, voller Sehnsucht, Leidenschaft und Hoffnung. Es bezeugt einen glänzenden Intellekt in Kombination mit brillanter Sensibilität … Kosak kombiniert sie frei, offen, ehrlich. Das Ergebnis ist ein funkelndes Werk mit neuen und phantasievollen Kombinationen von Instrumenten, mit Dissonanzen, bei denen nicht ihre direkte Einwirkung, sondern viel mehr die folgenden subtilen und beruhigenden Auflösungen ein warmes Gefühl vermittelten.“ – Westport News

„Diese Stücke (HORS D’OEUVRE D’UN FAUNE und RoyaLISZT) sind mit Abstand besser als fast alles, was heute für Klavier geschrieben wird. Nicht viele Komponisten schaffen es, den Händen, dem Ohr und dem Geist gleichermaßen gerecht zu werden, wie Kosak. “ – Piano review

„LEBENSZYKLUS ist ein originelles und zutiefst persönliches Werk … kraftvolle und bewegende Musik. “ – Soundboard

„Es ist erfrischend, einem Werk von solcher Phantasie und Einfallsreichtum zu begegnen, das von allen Zuhörerarten genossen werden können. Tatsächlich unterstützt praktisch jeder Aspekt von BLACK FOREST die Behauptung, dass ein Komponist nicht die Originalität und Qualität für die Zugänglichkeit opfern muss … ein Werk von exquisiter Schönheit.“ – Intro

„Das Ergebnis ist für den durchschnittlichen Hörer leicht zugänglich, unabhängig von seiner musikalischen Raffinesse, obwohl es eine Klanglichkeit besitzt, von der er noch nie gehört hat.“ – Taktlos

„Kosaks Musik, vor allem seine Orchestermusik, explodiert geradezu in einer extrovertierten Kühnheit des Ausdrucks, den sowohl das Publikum als auch die Musiker gleichermaßen herausfordernd und unvermittelt empfinden. Es ist Musik, die wie keine andere klingt, Musik, die darauf besteht, dass ihr die volle Aufmerksamkeit geschenkt wird.“ – Classica

„Herr Kosak hat ein offenes Ohr für die Klangfarbe.“ – Pizzicato

„Kosak, ein erstaunliches Talent, ist der am meisten zugängliche Botschafter der neuen Moderne, sein Stück leuchtet mit Leidenschaft und Farbe.“ — Fono forum

„Kosaks Stück … waren etwa 11 Minuten kühner Musik, die den Klang der Instrumente feierte und die Vitalität des Orchesters im Allgemeinen zu beweisen schien.“ — The Independent

„… seine Musik … ist eindrucksvoll und zeigt eine erstaunliche Sensibilität für die orchestralen Farben“ – Neue Musikzeitung

„Kosak hat eine große Erfahrung mit Orchester und er zeigt in einer unverwechselbaren Geste, dass er genau weiss, was er sagen will und wie es am besten zu tun ist: ausbalanciert und gut dosiert. Hier ist ein kraftvoller lyrischer Instinkt am Werk, der in einigen Atem anhaltenden melodischen Linien mündet. “ — la Repubblica

„KING ARTHUR’S TABLE MUSIC ist eines der überzeugendsten neuen Werke, die der Zuhörer in den letzten Jahren zu hören bekommen hat.“ — Der Standard

„Es scheint, dass man mit jedem neuen Stück von Boris Kosak erkennen kann, dass es sich hierbei um einen hochbegabten jungen Komponisten handelt. Es ist wieder geschehen!“ — Die Welt

„… Kosak hat mit BLACK FOREST ein originelles und kraftvolles Werk geschaffen – intensiv und leuchtend mit vielen schönen lyrischen Unterströmungen.“ — American Record Guide

„Ein Komponist mit einem gut erkennbaren Merkmal: Ein Talent für die Erschaffung von musikalischen Gesten weit größer, bunter und vielfältiger als die zur Verfügung stehenden Mittel es nahelegen würden. Seine SUITE ROYALE verlangt nach Schweiß und Ernsthaftigkeit vom Klaviersolisten …. Das Werk lässt eine tiefe Innere Erfahrung erkennen, die nicht vollständig nach Außen vorgedrungen ist … das Können ist offensichtlich, die Entschlossenheit unverkennbar …“ — Fanfare

„Großes Lob an Boris Kosak … der seinen eigenen Enthusiasmus für neue Musik in eine konsequente künstlerische Vision zu übersetzen weiß.“ — Schweizer Musikzeitung

„Kosaks Musik vermischt außergewöhnliche Klarheit und Eleganz mit einer kühnen Resonanz- Vitalität, deren Erfindungsreichtum, ihre lyrischen Wendungen fast magisch verzaubern und unfehlbar zu einer schönen Unmittelbarkeit führen.“ — Tagesspiegel

„… ein fein geschliffener Liederzyklus …“ — Darmstadter Echo

„…. eine der schönsten Errungenschaften eines aufgehenden Sterns“ — FAZ